Konferenz zum Thema „China, EU and Latin America: Current Issues and Future Cooperation"
27. - 28. April 2009, FES-Shanghai
Am 27. und 28. April 2009 trafen sich auf Einladung der FES-Shanghai und der Shanghai Institutes for International Studies (SIIS) 32 ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen aus China, der EU und Lateinamerika in Shanghai, um gemeinsam über die Themen Außenpolitik, Handel, Energiesicherheit und Klimawandel, sowie trilaterale Beziehungen zu diskutieren.
Auf der Entwicklung trilateraler Beziehungen lag der Schwerpunkt der Diskussionen. Im Vordergrund des Interesses standen mögliche Ebenen einer multilateralen Kooperation und mögliche Bereiche einer solchen Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang wurde bereits zu Beginn der “7th Conference on Global Governance - China, EU and Latin America: Current Issues and Future Cooperation” die große Komplexität und Heterogenität Lateinamerikas betont. „Eine Region auf der Suche nach sich selbst”, die „nie zu reich und nie zu arm“ sei, mit diesen Worten wurde Lateinamerika von einer mexikanischen Teilnehmerin beschrieben. Gerade durch die enorme Verschiedenheit und den unterschiedlichen Entwicklungsgrad der lateinamerikanischen Staaten sowie auch durch die fehlenden institutionellen Rahmenbedingungen zur Etablierung trilateraler Beziehungen ergäben sich Schwierigkeiten fuer die zukünftige Kooperation zwischen den drei Regionen.
Sehr kritisch betrachteten viele TeilnehmerInnen die aktuelle EU-Außenpolitik in Lateinamerika. Ein EU-Teilnehmer konstatierte, dass die EU – immer noch der größte Geber in der Region - unfähig sei, sich der neuen Dynamik in Lateinamerika anzupassen, und kritisierte, dass die Regionalisierungsstrategie der EU gescheitert sei. Diesen Standpunkt teilten viele lateinamerikanische KonferenzteilnehmerInnen.
Inmitten dieser wachsenden Distanz zwischen beiden Akteuren betritt mit China eine neue globale Macht die Szene. Sowohl die chinesischen als auch die lateinamerikanischen KonferenzteilnehmerInnen betonten die gemeinsamen Interessen beider Regionen, z.B. als Mitglieder der G-20, die ein großes Potential für die künftige Kooperation böten.
Download: Veranstaltungsprogramm (Englisch, PDF-Datei)
Lebensläufe der TeilnehmerInnen (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Osvaldo Rosales (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Dr. Haibin Niu (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Prof. Dr.Günther Maihold (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Prof. Erika Ruiz (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag „MadridChallenges to EU development cooperation policies with Latin America“ von Prof. José Antonio Sanahuja (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Gustavo Ribeiro (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Carlos Carvallo (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Dr. Yunxia Yue (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Dr. Hongbo Sun (Englisch , PDF-Datei)
Vortrag von María Cristina Silva Parejas (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Arno Behrens (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Dr. Hongyuan Yu (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Prof. Ildo Sauer (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag von Prof. Shixue Jiang (Englisch, PDF-Datei)
Vortrag „Trilateral relations and the scope for multilateralism: The “Rashomoneffect”and the clash of multilateralisms” von Prof. José Antonio Sanahuja (Englisch, PDF-Datei)

(von links nach rechts)Dr. Rudolf Traub-Merz (Leiter FES-Shanghai), Dr. Albrecht von der Heyden
(deutscher Generalkonsul in Shanghai), Prof. Chen Dongxiao (Vize Präsident der Shanghai Institutes
for International Studies)

Die Teilnehmer/innen der 7th Conference On Global Governance - China, EU and Latin America: Current
Issues and Future Cooperation

(von links nach rechts)Dr. Karl Buck (EU Ministerrat, Leiter der Abteilung Beziehungen mit Lateinamerika
und der Karibik), Osvaldo Rosales (Direktor, International Trade and Integration Division, Economic Commission
for Latin America and the Caribbean (ECLAC), Vereinte Nationen)
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