Vortragsveranstaltung der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Marion Caspers-Merk, MdB, am Zentrum für europäische Studien der Fudan-Universität auf Einladung des stellvertretenden Direktors des Zentrums, Prof. Chun Ding und der Leiterin des Shanghai Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung, Katja Meyer
09. Oktober 2006, Shanghai

Frau PSt wurde Prof. Weiping Wang, dem stellvertretenden Präsidenten der Fudan Universität empfangen und kurz über die Geschichte der Universität informiert. Anschließend wurde Frau PSt von Prof. Chun Ding und Frau Meyer den über 100 Gästen (Regierungsbeamte der Shanghaier Kranenversicherungsbehörde, sowie Lehrkräfte und Studentinnen und Studenten der Fudan Universität und anderer Forschungsenrichtungen) vorgestellt und auf die Bedeutung der Herausforderungen der Reform des Krankenversicherungssysytems in Deutschland und China hingewiesen.
Frau PSt stellte den Aufbau des solidarischen Krankenversicherungssystems in Deutschland vor und erläuterte die Bemühungen der Bundesregierung, die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme langfristig zu sichern angesichts sinkender Beitragseinnahmen und der stetigen Veralterung der Bevölkerung.
Frau PSt wies einerseits auf die Schwierigkeiten der Politik hin, das System der weitgehend selbstverwalteten sozialen Sicherung grundlegend zu reformieren. Der Staat könne zwar die Rahmenbedingungen beeinflussen und steuern, aber nur schwer die konkrete Umsetzung der politisch gewollten Zielsetzungen. Sie zeigte die Einsparpotentiale im Krankenversicherungssystem auf, ohne dass die Substanz und Qualität der Versorgung darunter leiden muss und erläuterte die verschiedenen Vorschläge, auch die Einnahmeseite der sozialen Sicherungssysteme zu verbessern und umzusteruern auf mehr steuerfinanzierte Elemente.
Anschließend stellte der stellvertretende Leiter der Shanghaieer Krankenversicherungsbehörde, Ximmin Zhang, die Reformentwicklung und Probleme des chinesischen Krankenversicherungssystems am Beispiel Shanghais dar. Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Debatte mit dem Veranstaltungsteilnehmern über die Herausforderung für die sozialen Versicherungssysteme in beiden Landern. Es gibt große Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten und viele Möglichkeiten der Kooperation.
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